Teilnahme an „FOKUS Jugendpolitik 2.0“ und Fachgespräch „Demokratie an Schule“

Pressemitteilung

Das neue Jahr begann für die Landesschülervertretung Thüringen nach einer Woche direkt mit zwei Terminen im Thüringer Landtag. Bei der Veranstaltung „FOKUS Jugendpolitik 2.0“ und dem Fachgespräch „Demokratie an Schule“ konnte das im November 2018 neugewählte Team sofort die Interessen der Thüringer Schüler*innen vertreten.

FOKUS Jugendpolitik 2.0

Am Dienstag, dem 8. Januar, folgte die Landesschülervertretung Thüringen, neben vielen anderen Jugendverbänden, der Einladung der jugendpolitischen Sprecher der Fraktion DIE LINKE, der SPD-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Thüringer Landtag, Kati Engel, Diana Lehmann und Astrid Rothe-Beinlich, zur Veranstaltung „FOKUS Jugendpolitik 2.0“. Nach einem Vortrag von Bildungsminister Helmut Holter fanden an verschieden Thementischen Diskussionen statt. Hierbei kam seitens der Landesschülervertretung am Thementisch „Mitbestimmung im Land“ vor allem das Problem der ausbaubaren Kommunikation zwischen Landes- und Kreisschülervertretungen sowie den Schülervertretungen an jeder einzelnen Schule zur Sprache. „Wir brauchen die (Kreis-)Schüler-vertretungen, um unsere Arbeit richtig machen zu können, alleine können wir die Kommunikation zwischen den ,Ebenen‘ allerdings nicht schaffen. Das geht bereits beim Aufklären über Rechte und Pflichten eines Klassensprechers los.“ – so Danilo Baier, Landesschülersprecher für Gemeinschaftsschulen, in der Diskussion, wie Kreisschülersprecher und die Schülervertretungen der einzelnen Schulen mit einbezogen werden können. Um diese Problematik meistern zu können, hält die Landesschülervertretung Thüringen vor allem eine gute Zusammenarbeit mit dem Freistaat und explizit dem Bildungsministerium für notwendig, da es schon bei den verfügbaren finanziellen Mitteln, um beispielsweise Schüler- oder Klassensprecherseminare an vielen Schulen zu organisieren, mangelt.

Fachgespräch „Demokratie an Schule“

Neben Ideen und Problemen bei der Durchführung von Demokratie an den Schulen ging es beim Fachgespräch „Demokratie an Schule“ am Donnerstag, den 10. Januar, auch um die Problematik der zu wenigen Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter und die Ansicht mancher Schulleiter*innen, dass Schülerinnen und Schüler nicht ohne Grund minderjährig seien und deshalb auch in gewissen sie betreffenden Punkten nicht mitbestimmen könnten. Dazu Valeria Kuznetsov, Mitglied der Landesschülervertretung: „Dass wir minderjährig sind, liegt einzig und allein daran, dass sich unsere Eltern erst vor 16 und nicht vor 19 Jahren dazu entschieden haben, uns zu bekommen.“ Ferner verglich Paul Kurtzke die Schulkonferenz mit der Nationalversammlung unter Ludwig dem XVI. und brachte somit die Forderung ein, dass Schüler*innen in der Schulkonferenz gleich viel oder mehr Stimmen als Lehrer*innen und Eltern haben sollten, was die Landesschülervertretung unterstützt: „Das einfache Volk stellt den größten Anteil der Bevölkerung, in der Volksvertretung ist genau dieses aber am wenigsten vertreten.“ Ein großes Gesprächsthema war außerdem die von der Landesschülervertretung ebenfalls als sehr notwendig angesehene Ombudsstelle, die einen zentralen Ansprechpartner bei allen Fragen zum Thema Mitwirkung an Schule darstellen soll. Die Landesschülervertretung Thüringen bedankt sich für die Einladungen und hofft auf eine Weiterentwicklung und Umsetzung der Ideen und Forderungen, gerade auch mit Blick auf den Prozess der Entwicklung des neuen Schulgesetzes.

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